Ganz schlechtes Wetter mit (zu) viel Neuschnee ist angesagt. So entschließen wir uns, eine Lücke zwischen einigen Verpflichtungen zu nützen und in den Süden abzurauschen. Erst am Vortag buchen wir ein Quartier im Val Maira - die Prognose für das Valpelline und Umgebung ist uns doch zu ungewiss. Nach 4 berauschenden, nicht nur kleinen Touren reisen wir noch ins Aostatal zum Klettern...
Am Beginn unseres Treibens in den Bergen gab's nur den Ratengrat und brandneu den Kugelstein. Hier machten wir unsere allerersten alpinen Gehversuche. Die Routen am Kugelstein wurden von den Locals Franz, Ferdl, Norbert oder Ernst u.a. eingerichtet und standen eine Zeitlang durchaus hoch im Kurs. Valentin etwa überredete Gerti in der Weihnachtszeit zum Riesenüberhang (Zit. Ferdl: "schon gut 3+"), zu dem sie mit dem Rad fuhren und ihn bei leichtem Schneetreiben absolvierten. Einerseits störte...
Mystische Stimmungen, freudiges Begrüßen der Sonne. Warmer Fels, kalte Anstiege. Einsamkeit pur - zwischen Mixnitz und dem Guten Hirten etwa kein einziger Mensch - und Massen von glücklichen, sonnenhungrigen Schöcklbesucherinnen. Beschauliches Wandern zu zweit, wo kaum ein Wort nötig ist - und Locken der Enkelkinder mit unendlichen Geschichten. Auf ein gutes Neues!
... mit diesen Worten - so erinnere ich mich immer, wenn mir dieses Sprichwort einfällt - begann mein Selbstlernkurs für's 10-Finger-Schreiben auf der Schreibmaschine vor 100 Jahren. Was das ist: Das war in früheren Zeiten ein Gerät, mit dem man Texte auf Papier brachte :)) Neben etlichen Wanderungen gehen wir auch einige Male klettern ins GBL. Den Elfengarten mit Varianten, die Broken Soul, den Goldmuffel. Und dann kann sich Reini seit langem wieder einmal frei nehmen. Allein: Der...
...so leben wir dahin! Die Enkelkinder werden immer größer und wandern mit uns mehr oder weniger begeistert in die Drachenhöhle und auf den Röthelstein. Die Montagsgruppe feiert wieder einen Geburtstag, eine Woche später wandern wir auf den herrlichen Aussichtsberg Ringkogel in den Seckauer Tauern. Und wir beide klettern noch einmal im Sarcatal und finden dort tatsächlich wieder 4 neue Touren.
Wir fahren in die Seealpen ganz am südwestlichen Rand des Alpenbogens. Anfangs sind wir zu siebt, dann zu sechst zum Wandern. Nach 2 Wochen bleiben nur Gerti und Georg eine Woche im Gebiet, ehe es weiter ins Val Grana geht. Dieses lernen wir ebenso ganz neu kennen, wie dann den hübschen Ort Orpierre mit seinen Klettereien und auch den Bergstock "Montagne Sainte-Victoire", bis wir nach gut 7 Wochen den Bergsommer einmal mehr im Aostatal beschließen. Es herbstelt.
Es gibt wohl kaum ein schöneres Lebensmotto: Wer glücklich sein will, sei es jetzt - es gibt keine Gewissheit über das Morgen. Der Gedanke stammt aus den Karnevalsliedern des Lorenzo de' Medici und entspricht in etwa dem "Carpe diem" von Horaz. Und es ist der Name einer vielgerühmten Kletterroute in Muzzerone bei Porto Venere/La Spezia. Von dort geht's noch eimal in den ewigen Schnee...
Frühling - Zeit zum Klettern. Wenn man zu viel Zeit zur freien Verfügung hat, läuft man Gefahr, immer auf die beste Zeit zu warten - aber wann kommt die? Also auf, los geht's, wenn auch nur für 5 Tage wie in früheren Zeiten: Dankbar nützen, was geht. Vor gar nicht langer Zeit sagte Jim jedes Mal im Frühling: Schön, dass ich noch klettern kann. Wer weiß, wie lange noch. Inzwischen ist es bei uns so. Tiziano Terzani fällt mir ein mit seinem treffenden Buchtitel "Noch eine Runde auf dem...