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Zwei Tage in den Niederen Tauern

 

 

 

Sehr gutes Wetter ist angesagt, Jim will auch was machen. So entscheiden wir uns, gleich für zwei Tage in die Seckauer und Wölzer Tauern zu fahren. Skeptisch sind wir nur, weil es sehr warm werden soll, selbst auf 2000m wird es deutliche Plusgrade haben.

 

   Am Samstag fahren wir in den Lerchgraben, der freundliche "Lerchbacher" zeigt uns bereitwillig einen Parkplatz. Ganz richtig erwischen wir den Weg nicht - die Spur eines einsamen Grazers zweigt vorher links ins Gedachs ab - und so tragen wir die Skier ein gutes Stück durch steilen Wald. Später auf einer Forststraße kommt uns der Einzelgänger von der anderen Seite entgegen - das kommt uns nicht so ganz gescheit vor...

Als wir dann hoch oben in der steileren Südflanke des Amachkogels hin und her queren, sehen wir den Typen tief unten nachkommen. Vom ersten Ziel fahren wir etwa 400 Hm ab, jausnen gemütlich - und sehen den Kollegen im Aufstieg recht nahe. Als wir zum zweiten Ziel des Tages, dem Kesseleck, aufbrechen - fährt er aus der Mitte der Flanke ab.

War die Südseite gut griffig, ja Firn, ist die NW-Seite des Kesselecks dagegen glashart und es heißt sehr aufpassen. Für uns folgt sodann eine anfangs sehr schöne, später ein bisschen durchwachsene Abfahrt mit mehreren Malen abschnallen.

Während wir dann beim Auto einpacken, kommt der Grazer von oben "gefahren"...

   Wir leisten uns einen Kaffee in Möderbrugg und werden im Gasthof in Pusterwald sehr nett gleich mit einer heißen Kaspressknödelsuppe empfangen. "Viele Skitourengeher mögen das", so die Erklärung. 

   Am nächsten Tag - in der Nacht hats geregnet, der Regen ist gefroren - ist die kurze Anfahrt die größte Herausforderung. Auf der Tour wirds rasch vollkommen klar und herrlich warm, nur der Wind bläst weiter oben sehr kräftig. Wir steigen zuerst auf den Hühnerkogel, fahren südseitig wieder gut 400 Hm ab und gehen dann aufs Steineck. Während wir hinauf über die Scharnitzalm gewandert sind, wählen für den Abstieg die Plankenalm: So wird das Unternehmen auch noch eine nette Rundtour.

Goldrichtig war die Planung am Vorabend: Wir lasen von starkem Wind, wussten, dass es nur bis Mittag schön sein würde und suchten einfach auf der Karte einen Berg in der Nähe, der eine ausgeprägte Südflanke hat.

Und gepasst hats.

Die anfangs harte, dann auch pulvrige Abfahrt leitet rasch über Forststraßen zur Goldwaschanlage im Scharnitzgraben und zum Auto zurück.

Ein schönes, gelungenes Wochenende findet seinen Abschluss.

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