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Osttiroler Skitourentage

 

 

Jubiläum!

 

Das 10. Mal sind wir im Defereggental in großer Gruppe, 2 Tage sogar zu zehnt. Das Quartier mit seiner netten Gastgeberin Cilly ist ideal, Touren finden wir bei jeder Schnee- und Lawinensituation und die Kulinarik kommt auch nicht zu kurz: Jeden Tag kocht wer anderer, ein Highlight folgt aufs andere!

 Nach der schon gut bekannten Anfahrtstour auf den Zehnernock am Dobratsch, weil er fahrtechnisch so günstig liegt, steigen wir am Folgetag gleich aufs Zeigerle. Mehrmals war die Forststraße in den vergangenen Jahren schlecht zu fahren, im Vorjahr trugen wir die Brettln gar über eine Stunde hinunter, weil sie so gut geräumt war. Aber heuer passt die Schneelage  nordseitig und wir freuen uns über besten Pulverschnee.

   Der Bergerkogel aus dem Virgental wartet auch mit mehr Schnee auf, als der Skitourenguru verheißt, und dank sehr vieler Spuren ist auch ein Anstieg bei Lawinenwarnstufe 3 vertretbar. Das Wetter ist wieder einmal strahlend schön.

   Ein Tag bringt uns auf die Langschneid und auch hier werden wir verwöhnt mit bestem Schnee. Die Kombination aus Pistenanstieg und Tourengelände ist hier immer wieder reizvoll. 

Als wir detailliert geplant am Kahorn auf eine Schulter knapp ober der Waldgrenze gehen, staunen wir ein wenig, dass auch eine Spur genau dort endet, wo wir schon vorher dachten, bis hierher und nicht weiter bei dieser blöden Lage mit dem heimtückischen Altschneeproblem. Wir nützen die Zeit für eine ausgiebige Lawinenübung, die uns doch einige wichtige Erkenntnisse bringt: Wer übernimmt konkret die Leitung? Was tun mit den Smartphones? Wie geht das Ausblenden des ersten Verschütteten? Wir halten die Übung für so lehrreich, dass wir sie 2 Tage später sogar wiederholen.

Rote Wand
Rote Wand

Die Abfahrt dieses Tages endet leider für Tine mit einem harmlos erscheinenden Sturz nur wenig vom Auto entfernt. Sie entschließt sich schweren Herzens für die Heimreise - dank Koralmtunnel ist sie in 2:40 von Lienz in Graz, schneller als mit dem Auto - und erfährt im Krankenhaus, dass sie 6 Wochen mit Gips pausieren muss: Knöchelbruch.

   Erstmals wagen wir im Tal auch eines Abends eine Rodelpartie von der Alpe Stalle. Dafür dürfen wir nochmals 200 Hm gehen und ein Spaß ist's auch.

   Einen Höhepunkt erleben wir wohl auf der Roten Wand vom Staller Sattel aus. Dank Verbindungen erfahren wir von mehreren Osttiroler Bergführern, dass dort optimale Bedingungen vorherrschen. Und die Locals haben recht: Der Tag ist in jeder Hinsicht ein Traum - die Bilder bestätigen es.

   Und auch der letzte Tag mit der Heimfahrt überrascht positiv: Weil wir ja direkt vorbei fahren, steigen wir über das derzeit (?) aufgelassene Skigebiet immerhin gut 1400 Hm auf den Hochstein - es werden die meisten Höhenmeter dieser Woche - freuen uns über die tolle Aussicht auf das Städtchen Lienz und die umgebenden Berge und teilen diese Freude mit hunderten anderen Sportlerinnen.

 

   Sehr zufrieden beschließen wir 9 täglich eifrig genützte Tourentage traditionsgemäß in einer Pizzeria in Möllbrücke.


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Kommentare: 1
  • #1

    Tine (Montag, 16 Februar 2026 18:27)

    Denke an wunderschöne Tage zurück! Leider musste ich vorzeitig aufhören. Das schmerzt, nicht nur wegen meines Knöchelbruchs.
    Jetzt heisst es nach vorne schauen und alles tun, fass ich im nächsten Jahr wieder dabei sein kann.
    Zauberhafte Bilder! Danke Gerti und Georg! Tine

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